Da wollte ich nun schon aus tiefstem Herzen lospöbeln und die seelenlosen, moralverdorben, durch und durch pornografisierten Werbfuzzies schelten; ins gleiche Horn stoßen wie Alice Schwarzer, die ich auf seltsame Weise mittlerweile zu verstehen glaube, wollte ich. Einen Bogen schlagen zur aktuellen Saturn-Kampagne wollte ich, denn da ist ja nicht mehr Geiz geil sondern doch wieder die Reize der Frau, mit denen auch kaum noch gegeizt wird in der aktuellen Kampagne.
Doch dann hab ich noch mal nachgelesen und festgestellt, dass die obige
Anzeige nicht für Matchbox-Autos selbst sondern nur für einen diese
vertreibenden Laden (nein, kein Link) wirbt.
Somit ist es natürlich total gar kein Problem mehr, Kinderspielzeug (-läden) mit
nackten Frauen zu bewerben,
die in Pornokostümen und Nimm-mich-Positionen irgendwie mit
Matchbox-Autos spielen. Freiwillig machen die das natürlich - klar.
Aber okay, der durchschnittliche heterosexuelle Mann und
Spielzeugautosammler ist so wohl am ehesten anzutriggern und wird sich
wohl eher auf die Schenkel klopfen als noch mal nachzudenken.
Leseecke:
Alice Schwarzer bei Spiegel Online zum ältesten Gewerbe der Welt und dem "Mythos der Freiwilligkeit"
Eine Entgegnung von Irmgard Schewe-Gerigk, MdB, B90/Grüne und Initiatorin des von Schwarzer gegeißelten Prostitutionsgesetz, ebd.
Alexander Maguier in der FAZ sieht das alles differenzierter, treibt mich jedoch (strangely enough) in die Arme von Frau Schwarzer.
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