
"Schlechte Nachrichten sind gute Nachrichten" lautet angeblich eine Journalistenweisheit. Mittlerweile gibt sich vor allem Der Spiegel alle Mühe, diese zu bewahrheiten. Seit nunmehr einer knappen Woche wird standhaft behauptet, der
Berliner Sender Sat.1 hätte auf Druck seiner neuen heuschreckigen Besitzer seine Nachrichten-Sendungen eingestellt.
Bei genauerer Betrachtung sind allerdings nur die Sendungen
Sat.1 am Mittag,
Sat.1 am Abend sowie
Sat.1 Die Nacht aus dem Programm gekickt worden, von denen höchstens letztere als Nachrichtensendung gelten kann. Und die Latte liegt nicht mehr hoch in Zeiten, wo die Peter Kloeppel Show als
beliebteste Nachrichtensendung gelten soll. [Video
1 und
2]
Das es sich im eigentlichen Sinn um Magazine handelt bestätigt auch die
heutige Nachricht: Man legt die Redaktionen von
18:30 Sat.1 Nachrichten und dem Boulevardmagazin
Blitz zusammen.
Um jedoch nicht in Kulturpessimismus zu verfallen angesichts der desaströsen Zustände im deutschen Medienjournalismus, gönne sich doch die geneigte Leserschaft den
Beitrag Stefan Niggemeiers zum Thema oder eine
kulturzeit Sendung ihrer Wahl. Eine zweite Chance verdient hat das Medienmagazin des NDR
Zapp. Nachdem die Fehlbesetzung Caren Miosga über
ttt zu den Tagesthemen weggelobt wurde, besteht die realistische Chance dass zwischen öffentlich-rechtlcher Selbsbeweihräucherung auch das eine oder andere Selbstkritische Wort fällt.
Der
Bericht über den Ausstieg von ARD und ZDF aus der Tour de France ist leider noch eine einzige Heldengeschichte ohne die kritische Beleuchtung des eigenen Verhaltens.
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