Bruno der Problembär ist gerade mal ein Jahr tot, da schlägt die Wildnis erneut zu. Ein Eichhörnchen (sciurus vulgaris) hat im bayerischen Passau eine Schneise der Vewüstung und Veheerung hinterlassen.

Der Blutrausch des Tieres verletzte eine 70jährige so schwer, dass sie in Panik auf die Straße rannte, wo die Bestie erst von ihr abließ um dann einen 33jährigen Bauarbeiter anzufallen. Erst das dritte Opfer, ein 73jähriger Rentner, konnte die rasende Kreatur durch einen beherzten Schlag mit einem Krückstock niederstrecken.
Der bayerische Innenminister Beckstein kündigte in einer eilends einberufenen Pressekonferenz an, der Freistaat werde dieses Verhalten seiner Tiere nich tolerieren. Er forderte seine Innenministerkollegen auf, eine bundesweite Schweifabdruckdatenbank sowie eine Meldepflicht für agressive Nager einzuführen.
Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble dankte dem 73jährigen Weltkriegsverteranen für seinen mutigen Einsatz zur Wahrung der öffentlichen Ordnung. Er habe großes geleistet, um seine Mitmenschen vor dem wildgewordenen Tier zu retten und Schlimmeres zu verhindern.
Die zu einer Dringlichkeitssitzung einberufene Konferenz der Landesinnenminister einigte sich auf einen Sofortmaßnahmen-Katalog:
1. Schwanz- und Klauenabdrücke aller frei lebenden Nager werden in einer bundesweiten Datenbank gespeichert und nach Möglichkeit auch auf EU-Ebene abgeglichen.
2. Der Vertrieb und die Produktion von Nagernahrung (Nüsse usw) wird unter strenge Aufsicht des Bundesamtes für Landwirtschaft und Ernährung gestellt.
3. In besonders gefähredeten Gebieten werden Geruchsproben von den Tieren genommen, um spätere eventuelle Angriffe leichter aufklären zu können.
Man werde ein wachsames Auge auf die Entwicklung haben und mit aller gegebenen Härte des Rechtsstaates gegen diese hier deutlich gewordenen Entwicklungen vorgehen. Bundesverbraucherschutzminister Seehofer (CSU) stellte indirekt einen Zusammenhang zwischen dem Passauer Blutbad und der Überstrapazierung bayerischer Polizeikräfte durch den Einsatz in Heiligendamm her: Man könne von der Polizei nicht zu viel erwarten, sie sei zuvorderst zum Schutze der Bayerischen Bevölkerung da.
Hessens Ministerpräsident Roland Koch behielt sich ausdrücklich vor, sein Bundesland vor einer eventuellen Nordwanderung der Schadnager durch Einreisefragebögen zu schützen.
Der ehemalige bayerische Ministerpräsident in spe Edmund Stoiber (CSU) vermutet seine parteiinterne Kritikerin Gabriele Pauli (ebd.) hinter dem ruchlosen Angriff. In einer Pressemitteilung ließ er verbreiten, er habe sich weder von den Roten Horden der SPD, noch von der rothaarigen Landrätin aus dem Amt treiben lassen, er werde auch vor den robeschweiften Problemnagern nicht weichen, von wem auch immer sie beauftragt worden seien. Er werde seinen Dienst am Freistaat wie geplant bis zum Herbst fortsetzen.
Dank an CT für den Hinweis.
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