Einige spannende und/oder interessante Artikel möchte ich dem geneigten Leser ans Herz legen:

Beginnen wir mit Reinhard Mohrs Abrechnung mit den friedensbwegten, komplexitätsphobischen Regenbogenfahnenschwenkern um Heiligendamm und dem ausdrücklich nach Rostock eingeladenen Schwarzen Block.
Spiegel Online.

Direkt weiter gehts mit dem Thema: Heiner Geißler, infant terrible der CDU, ist dem globalosierungskritischen, -feindlichen, -indifferenten Bündnis attac beigetreten und katapultiert sich so endlich mal wieder zu Maybritt Illner in die Talkshow, wo er mit anderen Veteranen des weltverbessernden Bildungsbürgertums ins Schwärmen gerät: Günther Beckstein und Campino.
Sebastian Fischer bei Spiegel Online.
Mit einer mehr oder weniger grauen Eminenz im Hintergrund der strahlenden Gipfelheroin Angela Merkel befasst sich Christoph Schwennicke bei sueddeutsche.de: Beate Baumann, Büroleitern der Kanzlerin hat sich in der Politik über Nebenstraßen hochgearbeitet, ohne darauf angewiesen zu sein. Die studierte Deutsch- und Englisch-Lehrerin ist die einflussreichste Beraterin der deutschen Politik. Illustriert wird der Artikel übrigens mit einem herzerwärmenden Foto der Kanzlerin.
Bei Sueddeutsche.de
Gehen wir weiter zu den inhaltilichen Diskussionen in Heiligendamm. Die Afrikahilfe, die von allerlei abghalfterten Popbarden und Konzertveranstaltern gefordert wird, soll aufgestockt werden auf 60.000.000.000 $. Unser Nachbar-Kontinent jubiliert, die Kleptokraten in ihren Phantasie-Uniformen erzittern und reisen freiwillig nach Den Haag um sich mal ordentlich auf die Finger klopfen zu lassen. Thilo Thielke schreibt aus Nairobi für das Spiegel Special Extra Geschichte Sonderheft Afrika, warum man guten Geld nicht noch schlechtes hinterher werfen sollte.
Bei Spiegel Online.

Aber warum uns nur um gestern kümmern. Heiliggendamm ist
saniert vorbei, Greenpeace hat die Schlauchboote repariert und Kurt Beck schießt sich wieder auf die Kanzlerin ein, damit die über ihren weltpolitischen Triumph kontinentalen Ausmaßes nicht vergisst, mit welch hochkarätigen Koryphäen sie sich im drögen Tagesgeschäft der Hauptstadt zu befassen hat. Und diese Hauptstadt war vor einigen Jahren bereits Ziel und Gegenstand eines Buches mit dem brillanten Titel
'Hier spricht Berlin - Geschichten aus einer barbarischen Stadt'. Es ging eigentlich eher darum, dass einige zugezogene Exilmünchner nicht so ganz verwunden hatten, dass sie nun nach Berlin ziehen mussten, da nur hier einigermaßen sinnvoll publizistisch zu arbeiten sei und das wo doch die Hauptstadt im Vergleich zur weltläufigen und stilvollen Bayernmetropole zu unsagbar provinziell, verarmt, ruppig, dreckig war; nein ist. Jedenfallls hat man nochmal nachgelegt mit
'Schaut auf diese Stadt - Neue Geschichten aus dem barbarischen Berlin'. Die Bewertung des Machwerks sei dem Leser überlassen, hier nur soviel: Nicht du musst Berlin mögen, Berlin muss Dich mögen!
Zwei Artikel aus dem Buch bei
Spiegel Online.
Kommentare