
Jan Ullrich ist
zurückgetreten und hat dies in einem 45minütigen Monolog am26. Februar vor der schockierten Weltpresse verkündet. Fragen waren nicht gestattet. Wozu auch. Ullrich hatte ja großartig ausgeteilt und Radsportlegende Rudolf Scharping ordentlich eins mitgegeben. Dessen Vorgängerin im Amt als Präsident des Bundes Deutscher Radfahrer
zeigt sich wenig beeindruckt vom "Ulles" Nachtretereien.

Einen tieferen Einblick in das Presseverständnis des einmaligen Tour-Gewinners und seiner Berater gewinnt man dann allerdings,
wenn man erfährt, dass nach Aufzeichnung und vor Ausstrahlung eines Interviews mit NDR-Spürhund Reinhold Beckmann offenbar Absprachen getroffen wurden, das 1. Ullrich und seine Gattin einzige Gäste der Sendung sein sollen und 2. keine Fragen zum Thema Doping gestellt werden sollten.
Wie überrascht muss der fünfmalige Zweitplatzierte der Frankreichrundfahrt dann gewesen sein, als plötzlich aus dem Nebenstudio der ARD-Dopingexperte Hajo Seppelt zugeschaltet wurde. Angeblich drohten Ullrichs Berater mit einstweiliger Verfügung gegen die Ausstrahlung der Sendung. Ihnen sei zugesichert worden, die Sendung vor Ausstrahlung noch zurechtschneiden zu dürfen. Ob dann konsequenterweise auch die kompletten Produktions- und Sendekosten übernommen worden wären ist unklar.
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